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Als Erstlingswerk wird Stefano Vanzinas DAS SYNDIKAT (1972) angesehen, der den Kampf eines auf sich allein gestellten
Kommissars gegen Verbrecher, Korruption und Bandenwesen thematisiert. Enrico Maria Salerno verkörpert den (hier noch)
aufrechten Streiter für die Gerechtigkeit. Nachdem er dieses Rollenklischee auch in nachfolgenden Filmen auslebte, entwickelte
sich eine weitaus rüdere Variante, für die der Name „Maurizio Merli“ geradezu als Synonym angesehen werden kann. Beeinflußt
durch die DIRTY HARRY-Filme und die zunehmende Kriminalisierung der Gesellschaft wurden die nahezu unverwundbaren
Leinwandheroen zu Ventilen der unterdrückten Bevölkerung; Merli als Katalysator der entrechteten Massen! Inwieweit tatsächlich
rechtes Gedankengut in diese Filmgattung floß, kann letztlich nur vermutet werden, aber bei genauerer Betrachtung werden in
vielen Streifen dieser Art eher konservative Mechanismen angeprangert. Unabhängig davon wird der aufgeklärte Italo-Fan an
solchen Nebensächlichkeiten keinen Anstoß nehmen, denn die Brutalität und Comichaftigkeit unterhalten auch ohne politische
Diskussionen. Markante Beispiele für diese Sparte stammen vor allem von Umberto Lenzi (CAMORRA - EIN BULLE RÄUMT
AUF), Stelvio Massi (CONVOY BUSTERS) oder auch Enzo G. Castellari (RACKET).
Lesen Sie hier weiter über Mafiafilme und Werke wie "ICH HABE ANGST" oder "DIE MACHT UND IHR PREIS".
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